Magen-Bypass – Gewichtsreduktion durch OP

Manche Menschen machen eine Diät, nehmen etliche Pfunde ab und fühlen sich rundum wohl. Dann vergehen ein paar Monate oder auch nur ein paar Wochen und schon sind die lästigen Fettpolster wieder da. Geht es dabei „nur“ um zehn Pfund oder ein paar Kilos, ist alles halb so schlimm. Anders sieht es aus, wenn man dreißig, vierzig, fünfzig oder mehr Kilo Übergewicht mit sich herumschleppt. Wenn man schon unzählige Diäten gemacht und Sportprogramme durchgezogen hat, dabei immer wieder ab- und auch wieder zunahm und am Ende meistens noch mehr wog als vorher. Ein Weg einer Gewichtsabnahme durch eine OP kann in solch einem Fall der Magen-Bypass sein.

Eine endgültige Maßnahme

Wenn man sich entscheidet, eine Gewichtsreduktion durch einen Magen-Bypass anzustreben, dann muss dieser Schritt wohl überlegt sein. Im Allgemeinen gilt diese Operation als das letzte Mittel der Wahl, wenn vorherige Methoden nicht zum Erfolg geführt haben. Beim Magen-Bypass werden 2/3 oder eventuell auch mehr vom Magen entfernt; der so verkleinerte Magen wird mit dem Dünndarm verbunden. Dadurch kann der Operierte nur noch eine kleine Menge an Nahrungsbrei aufnehmen und die Sättigung setzt viel schneller als vorher ein. Besonders bei Süßessern ist diese OP-Form eine Option, allerdings ist auch Vorsicht geboten. Bei erfolgter Operation kann es nach dem Verzehr von Süßigkeiten zu einem so genannten Dumping kommen. Es äußert sich beispielsweise in Übelkeit, Kreislaufbeschwerden, Müdigkeit und Schwindelgefühlen. Der Operierte wird dadurch sozusagen „erzogen“, keine zuckerhaltigen Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

Keine Garantie

Auch wenn Sie mit der Magen-Bypass-OP nicht selten eine hohe Gewichtsabnahme erreichen, ist sie keine Garantie für ein lebenslanges „Schlanksein“. Disziplin in der Ernährung und Sport müssen nach der Operation auf dem Tagesplan stehen, um nach der Gewichtsreduktion weiterhin schlank zu bleiben. Der Magen ist ein Muskel, der sich nach der Operation auch wieder dehnen kann.

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Ist Fettabsaugen ein Diätersatz?

Für manche klingt es wie ein Traum; man hat deutlich zu viele Pfunde auf den Rippen, lässt in einer Klinik ein Fettabsaugen durchführen und hat danach einen Body-Mass-Index (BMI) wie zu besten Zeiten. Der Traum wird wohl Traum bleiben. Fettabsaugen kann durchaus eine geeignete Methode sein, um Fettpolster an bestimmten Körperstellen zu beseitigen. Als Diätersatz oder gar als Ersatz für mögliche Adipositas-Operationen taugt Fettabsaugen dagegen nicht. Schade? Was nicht geht, geht nicht.

Was Fettabsaugen kann

Fettabsaugen kann durchaus dazu beitragen, den menschlichen Körper teils neu zu modellieren. Möglicherweise lässt sich ein Doppelkinn beseitigen; man kann Reiterhosen und Cellulite beseitigen oder einen etwas zu dick geratenen Männerbauch glätten. Das Mindestalter, um ein Fettabsaugen durchführen zu lassen, beträgt 18 Jahre. Je nach individuellem Eingriff bekommt der Patient beim Fettabsaugen eine lokale Anästhesie oder eine Vollnarkose. Bei lokaler Anästhesie ist Fettabsaugen in der Regel ein ambulanter Eingriff, während der Eingriff mit Vollnarkose zumeist einen stationären Klinikaufenthalt nach sich zieht. Er dauert durchschnittlich einen Tag. Wie bei allen medizinischen Eingriffen, kann ein Risiko nicht komplett ausgeschlossen werden.

Manchmal sollten Ärzte abraten

Ein intensives Vorgespräch sollte Grundlage beim Fettabsaugen sein. Hierbei werden seriöse Schönheitschirurgen auch darauf hinweisen, wenn Fettabsaugen keine geeignete Lösung darstellt. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter myBody.de. Für Menschen mit Adipositas sind andere Wege geeignet. Fettabsaugen sollte man nicht als Möglichkeit im Hinterkopf haben, durch die man komplett auf gesunde Ernährung und viel Bewegung verzichten könnte. Sie kann ein Baustein sein. Aber mit einem Baustein baut man noch kein Haus. Und wohl auch keinen gesunden und wohlgeformten Körper.